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Projektbeschreibung

Regional Mobility Lab

Nachhaltige ländliche Mobilität gemeinsam gestalten

Die Mobilitätswende im ländlichen Raum bleibt trotz zahlreicher Aktivitäten in Städten deutlich zurück: Der motorisierte Individualverkehr dominiert, Wege sind lang, der ÖPNV lückenhaft und alternative Angebote oft unattraktiv. Besonders betroffen sind Kinder, Jugendliche, Senior*innen und Menschen ohne eigenes Auto, deren Zugang zu Bildung, Versorgung und gesellschaftlicher Teilhabe eingeschränkt ist.

Visionen für ländliche Mobilität der Zukunft

Gleichzeitig fehlen im öffentlichen Diskurs positive, alltagsnahe Leitbilder dafür, wie zukunftsfähige Mobilität in ländlich geprägten Regionen konkret aussehen kann – mit konkreten, erprobbaren Lösungsansätzen für die Fläche jenseits der Städte.

Klimaverträgliche Mobilität partizipativ entwickeln

Vor diesem Hintergrund setzt das Regional Mobility Lab gezielt an zwei Defiziten an: dem Mangel an anschaulich vermittelten, realistischen Lösungsbildern für nachhaltige ländliche Mobilität und der bislang begrenzten Möglichkeit für Bürger*innen, ihren Mobilitätsbedürfnissen Gehör zu verschaffen. Die umweltrelevanten Probleme – insbesondere hohe verkehrsbedingte CO₂-Emissionen pro Kopf, Flächenverbrauch und verkehrsbedingte Belastungen im ländlichen Raum – werden im Projekt mit konkreten Alternativen verknüpft, die zeigen, wie ein klimaverträgliches Mobilitätssystem in der Region aussehen kann.

Wirksamkeit durch Integration im Planungsprozess

Ziel des Projekts ist es, die Mobilitätswende in der Metropolregion Rhein-Neckar mit Fokus auf den ländlichen Raum zu unterstützen und damit verkehrsbedingte Emissionen dauerhaft zu senken. Dafür werden erstens zwei interaktive Exponate entwickelt, die Zusammenhänge von Mobilität, Raumstruktur und Klimaschutz anschaulich vermitteln, Verhaltensreflexion anstoßen und nachhaltige Alternativen erfahrbar machen.

Zweitens werden über das Exponat „Alltags-Atlas“ kontinuierlich Daten zu Alltagswegen, Hindernissen und Wünschen der Besucher*innen erhoben, aufbereitet und über den Verband Region Rhein-Neckar in die kommunale und regionale Mobilitätsplanung eingespeist.

Drittens werden zielgruppenspezifische Bildungsangebote und Fortbildungen für Schüler*innen, Lehrkräfte, Kommunen und Unternehmen umgesetzt, um Handlungskompetenz zu stärken und die im Projekt entwickelten Ansätze in bestehende Strukturen zu verankern.

Die KLIMA ARENA als Enabler der regionalen Mobilitätswende

Damit verbindet das Regional Mobility Lab Umweltbildung, datenbasierte Partizipation und Planungspraxis in einem modellhaften Ansatz, der explizit auf Übertragbarkeit in andere Regionen ausgelegt ist.